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Jubiläumskonzert Chorgemeinschaft

Bericht zum Jubiläumskonzert auf www.filstalexpress.de am 26.03.2012 von Joachim Abel

150 Jahre Gesangverein Frohsinn – 175 Jahre Gesangverein Germania - Vereine hatten beim gemeinsamen Jubiläums-Chorkonzert allen Grund zum Feiern

Fast 600 Mitwirkende und Besucher füllten am Samstag die Kuchener Ankenhalle und bereuten ihr Kommen nicht – ihnen wurde jede Menge sehr guter Musik und unheimlich viel Spaß und Freude geboten. Begann das Konzert um 19:30 Uhr, endete es erst nach zwei Uhr in der Nacht!

„Egal, ob Sie vom Täle, oder vom unteren Filstal, von der rauen Alb, aus der Stadt, oder direkt aus Kuchen kommen - wir freuen uns, dass Sie sich die Zeit nehmen mit uns zu feiern. Alle vier Chöre haben sich viel vorgenommen und werden Sie, liebe Gäste zusammen mit dem Showteil der Swany Feet Warmers aufs Beste unterhalten“, so begrüßte die Vorsitzende des Gesangvereins Germania 1837 Kuchen und Sprecherin der Chorgemeinschaft Kuchen, Helge Mühlich, die fast 500 Gäste in der Ankenhalle zum Jubiläumskonzert der beiden Kuchener Gesangsvereine. Im letzten Jahr feierte der „Frohsinn“ seinen 150. Geburtstag und in diesem Jahr die „Germania“ ihren 175. Da die Sänger beider Vereine schon seit vielen Jahren gemeinsam in einer Chorgemeinschaft singen, war dieses Jubiläumskonzert für beide Vereine als Höhepunkt ihrer Festlichkeiten gedacht. Rund 100 Mitwirkende in vier Chören und drei Begleit- und Showbands gestalteten einen unvergesslichen Abend, an dem jeder Musikfreund auf seine Kosten kam.

„Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut - von Udo Jürgens über Adriano Celentano und Abba, bis hin zu Reinhard Mey und den Beachboys – selbst der Trientiner Bergsteigerchor …. alles ist dabei

- und als Krönung die Swany Feet Warmers aus Schwäbisch Gmünd. Vom traditionellen Liedgut über Musical, Schlager, Gospel, Hits – heute ist alles vertreten - und das hier in Kuchen – ein einmaliges Erlebnis!“ konnte Helge Mühlich verkünden.

Eröffnet wurde der Reigen mit dem gemischten Chor, gegründet im Jahr 1949, mit 48 Sängerinnen und Sänger mit dem Dirigenten Harald Elser, der den Chor seit fast 18 Jahren leitet.

Harald Elser,- studierter Kirchenmusiker, - Lehrer und Chorleiter- dirigiert neben der Chorgemeinschaft Kuchen auch die Kirchenchöre Spraitbach und Lorch und die Schwäbisch Gmünder St. Michael Chorknaben.

Mit „Musik ist Trumpf“, „Buona Sera“, „Über 7 Brücken…“ und dem flotten „Kuckuck-Mix“ brachte der Gemischte Chor das Publikum gleich auf „Betriebstemperatur“.

Begleitet wurde der Gemischte Chor, aber auch der dann folgende Kinderchor „Notenmäuse“ und der Männerchor von Armin Scheppach am Schlagzeug, Artur Derer am Bass und Ursula Breyer-Kiefer am Flügel.

Seit fast zwei Jahren gibt es den Kinderchor „Notenmäuse“ im Gesangsverein Germania unter der Leitung von Heidi Stehle. In dieser kurzen Zeit haben die über 30 Kinder ab fünf Jahren schon ein großes Repertoire an Liedern, überzeugten im letzten Jahr mit der Aufführung eines Kindermusicals und rissen auch das Publikum in der Ankenhalle mit ihren drei Liedern „Simsalasing“, „Supercalifragilistig“ und „Wenn der Elefant in die Disco geht“ zu langanhaltendem Beifall und Bravorufen hin.

Der Ursprung beider Gesangsvereine lag in der Gründung von Männergesangsvereinen. 1861 wurde der „Frohsinn“ als Gesangsverein „Helvetia“ auf der Fabrik Kuchen, der SBI, ins Leben gerufen, schon 24 Jahre vorher, nämlich 1837 wurde die „Germania“ als „Liederkranz“ unter dem Fabrikanten A. Simon (Simon´sche Wollspinnerei) ins Leben gerufen. Zwei Spinnereibetriebe in Kuchen – zwei Männerchöre! Erst 1974 fanden sich die Männerchöre zusammen und singen gemeinsam in einer Chorgemeinschaft. Dirigent des Männerchores ist ebenfalls Harald Elser. Den „Fliegermarsch“, die „Schiwago-Melodie“, „Ich weiß was…“ und „Der Jäger Abschied“ brachten die Männer noch vor der Pause zur Vorstellung. Nach der Pause dann „Rot ist der Wein“, „Lied der Berge“, Fremde in der Nacht“ und Azzuro“. Beim „Lied der Berge“ bekam Jürgen Notz für seine Solo-Einlage einen stürmischen Sonderapplaus.

Beide Vereine waren sich schon frühzeitig bei der Planung ihrer jeweiligen Jubiläumsveranstaltungen einig, dass man zum Jubiläumskonzert etwas ganz Besonderes, Außergewöhnliches auf die Bühne bringen wollte. So wurde im Oktober 2010 ein sogenannter „Projektchor“ ins Leben gerufen. Hier sollten alle, die Lust am Singen und Musizieren haben, die Möglichkeit bekommen, ohne Vorbildung und Vereinsbindung, ihrem Hobby nachzugehen. Mit der Chorleiterin Claudia Mann wurde eine unkonventionelle, begabte und überaus engagierte Frau gefunden, die in dieser Zeit einen Chor mit modernem Liedgut formte, der die Zuhörer mit den Liedern „Singin all together“, „All Day All Night“, „Tracks on my tears“, einem Udo Jürgens Medley, „New Age“ und „Barbara Ann“ zu frenetischen Beifall hinriss. Der Chor bedankte sich hierfür mit einer eigenen Zugabe. Der Projektchor wurde von einer eigenen Band, „The falling rocks“ mit Stefan Zimmermann am Schlagzeug, Erika Fahrenschon am Bass, Klaus Gruber an der E-Gitarre und Rainer Fahrenschon am Piano, begleitet.

Mit dem „Entertainer-Rag“, „Die Rose“, „Rote Lippen soll man küssen“ und „Über den Wolken“ kam dann nochmals der Gemischte Chor zum Einsatz, bevor alle Chöre und alle Musiker gemeinsam zum Abschluss „Just a gigolo“ sangen und spielten.

Aber mit diesem „Abschluss“ war der Abend noch lange nicht zu Ende! Als besonderes Highlight des Abends hatte man die Schwäbisch-Gmünder Jazz-Band „Swany Feet Warmers“ engagiert. Mit ihrem original New Orleans Sound begeisterten sie das Publikum schon jeweils vor und nach der Pause – jetzt spielten sie zur Unterhaltung weiter bei der „After-Show-Party“, die sich bis nach zwei Uhr hinzog und bei der kräftig gefeiert wurde. Die Swany Feet Warmers wurden bereits vor über 40 Jahren gegründet und treten heute in der Formation Andreas Kottmann (Schlagzeug), Lothar Kaißer (Bass), Stefan Böhner (Banjo/Gitarre), Fred Eberle (Klarinette/Sopransaxophon), Claus Hilbrandt (Posaune), Rudi Gaupp (Klavier) und Roland Kucher (Trompete) deutschlandweit bei großen Konzerten auf.

Ganz besonders bedanken möchte sich Helge Mühlich noch bei der Gemeinde Kuchen und Simone Priester (Blumenduft) für ihre Unterstützung und vor allem bei den Mitgliedern des Kuchener Sportvereins TSV für die hervorragende Bewirtung.

 


Bericht zum Jubiläumskonzert in der Geislinger Zeitung am 27.03.2012 von Bernward Kehle

Kuchen.  Rund 600 Freunde des Chorgesangs erlebten in der Ankenhalle ein Konzert erster Klasse. Anlass waren die Jubiläen "175 Jahre Gesangverein Germania" und "150 Jahre Gesangverein Frohsinn Kuchen".

"Musik ist Geschmackssache - sie wollte Mozart hören, er Beethoven, da gab es Händel": Mit diesem Kalauer begrüßte die Vorsitzende des Gesangvereines "Germania Kuchen", Helge Mühlich, am Samstagabend die rund 600 Gäste in der Ankenhalle in Kuchen zum Jubiläumskonzert. Und genauso heiter und fröhlich ging es durch das über dreistündige Programm. Helge Mühlich sagte, dass alle vier Chöre sich viel vorgenommen haben und zusammen mit der "Swany Feet Warmers"-Jazzband für beste Unterhaltung sorgen werden.

Unter der Leitung von Chorleiter Harald Elser, der auch den Männerchor dirigiert, eröffnete der gemischte Chor mit "Musik ist Trumpf" den Konzertabend. Die über 40 Sänger wurden instrumental von Armin Scheppach (Schlagzeug), Arthur Derer (Bass) und Ursula Breyer-Kiefer (Flügel) begleitet. Mit den weiteren Liedstücken "Buona Sera", "Über sieben Brücken" und dem heiteren "Kuckuck-Mix" begeisterten diese Akteure und erhielten hierfür viel Beifall.

Wer diese 25 Kinder gesehen und gehört hat, der braucht sich keine Sorgen über den Nachwuchs im Gesangverein machen. Mit fröhlichem Gesang, Spaß, Freude, Winken und Klatschen erfreuten die "Notenmäuse" unter Heidi Stehle mit "Simsalasing", "Supercalifragilistig" und "Wenn der Elefant in die Disco geht".

Birgit Hommel kündigte den Männerchor an und erklärte, dass der "Frohsinn" 1861 als Gesangverein "Helvetia" auf der "Fabrik Kuchen" (dort arbeiteten viele Schweizer) aus der Taufe gehoben wurde und die "Germania" bereits 24 Jahre zuvor gegründet worden sei. Bis 1974 habe es allerdings gedauert, bis sich die beiden Männerchöre zusammenfanden und als "Chorgemeinschaft" sangen. Stimmgewaltig der "Fliegermarsch", getragen die "Schiwago-Melodie", waren einige der Liedstücke, die die 20 Männer gekonnt vortrugen. Beim späteren "Lied der Berge" zeichnete sich Jürgen Notz als Solist aus.

Ein besonderes Schmankerl des Jubiläumskonzertes war der Auftritt der "Swany Feet Warmers" aus Schwäbisch Gmünd. Die sieben Vollblutmusiker, die vor Kurzem ihr 40jähriges Band-Jubiläum feierten, entführten nach New Orleans und begeisterten die Zuhörer, die Zugaben einforderten.

Klasse dann der von Claudia Mann geleitete Projektchor, instrumental begleitet "The falling rocks" aus Aichelberg. Der im Oktober 2010 ins Leben gerufene Projektchor zeigte Lebensfreude pur, es wurde gesungen, geklatscht, gestampft - und das Publikum miteinbezogen.

Zum Abschluss entführten zwei Sängerinnen Bürgermeister Bernd Rößner auf die Bühne und er durfte - besser: musste - als "Gigolo" mit rotem Schal, Zylinder und einer roten Rose gemeinsam mit allen Chören und den Musikern das Lied "Just a gigolo" singen, dirigiert von Harald Elser.Drei Stunden lang beste Unterhaltung für gut 600 Gäste bot das Konzert der Kuchener Gesangvereine