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Festakt

Bericht zum Festakt in der Geislinger Zeitung am 28.03.2011 von Günter Hofer

Die Heimat des Gesangs

"Frohsinn" Kuchen wurde vor 150 Jahren gegründet - Gelungener Festakt

Am Samstag hat für den Gesangverein „Frohsinn“ Kuchen das Jubiläumsjahr zum 150-jährigen Bestehen begonnen: Beim Festakt gab es Grußworte und die ersten Exemplare der gelungenen Festschrift.

Kuchen. In seiner Funktion als Vereinsvorsitzender hat Uwe Lövesz am Samstagabend  die vielen Gäste in der geschmückten Schwimmbadturnhalle in Kuchen begrüßt, die zum Festakt des 150-jährigen Bestehens des Gesangvereins „Frohsinn“ gekommen waren. Mit Freude und Stolz kann der Gesangverein auf diese lange Zeit zurückblicken, sagte Lövesz. Der relativ kleine Verein habe viele Höhen und auch Tiefen gemeistert. „An dem umfangreichen Festprogramm, verteilt über das gesamte Jubiläumsjahr, können alle sehen, was dieser kleine Verein zu leisten im Stande ist.“ Uwe Lövesz bedankte sich bei seinen Mitstreiten innerhalb der Vorstandschaft und bei den vielen Freiwilligen, ohne deren Hilfe der kleine Gesangverein nicht über die Runden kommen könne. Lövesz rief auf, alle Jubiläumsveranstaltungen zu unterstützen und zu besuchen.

„Chorgesang macht Lust, drum schmettern wir aus voller Brust“ - so begann Kuchens Bürgermeister Bernd Rößner als Schirmherr der Veranstaltung sein Grußwort. Für ihn ist nachvollziehbar, dass man an Singen nicht nur Freude hat, sondern mit Singen auch Freude bereiten kann. „ Das Singen sorgt für Entspannung und ist eine sinnvolle Freizeitgestaltung.“ Die industrielle Geschichte der mechanischen Baumwollweberei Staub, aus der der Gesangverein Frohsinn vor 150 Jahren hervorging, ist in Kuchen längst Vergangenheit, sagte der Schultes. Manche Dinge seien allerdings geblieben und hätten sich im Laufe der Jahre bewährt. Hierzu gehört nach Rößner auch der Gesangverein „Frohsinn“. „Er ist ein sympathischer, dynamischer und aktiver Verein geworden“. Der Verein biete weit mehr als die gesangliche Heimat, er trage zur Entfaltung des Gemeindelebens mit bei. Bernd Rößner hatte für das „Geburtstagskind“ auch etwas dabei: Zum einen gab es einen kleinen Geldsegen für den Verein, und zum anderen bot er seine Arbeitskraft bei den vielen Jubiläumsveranstaltungen als persönliches Geschenk an.

Auch Landrat Edgar Wolf war nicht mit leeren Händen nach Kuchen gereist. Zudem gab es einen umfangreichen verbalen Dank. Landrat Wolf ließ nochmals die wirtschaftliche und gesangliche Geschichte aufleben. Mit einer Wortspielerei machte der Landrat aus „Frohsinn“ ein „Frohsing“. Zwei Worte, die für den Jubilar besten passen würden. Chorgesang, so Wolff, wird im Landkreis groß geschrieben. Zusammen mit der kleinen Sängerschar aus Kuchen, gibt es rund 3200 Sänger im Kreis Göppingen.

Bestätigt wurde diese Zahl von Walter Kuhn, dem Vorsitzenden des Chorverbandes Hohenstaufen. Er war zwar ohne Geldgeschenk gekommen, überreichte dafür aber an Uwe Lövesz die Ehrenurkunde zum 150-jährigen Bestehen des Gesangvereins „Frohsinn“ Kuchen.

Walter Kuhn übereichte Uwe Lövesz die Ehrenurkunde 

Danach stellte der Vereinsvorsitzende das gelungene Werk einer 76-seitigen Festschrift vor. Reichlich bebildert und versehen mit wichtigen Informationen aus 150 Jahren Gesangverein „Frohsinn“ Kuchen übergab Uwe Lövesz je ein Exemplar an Bürgermeister Rößner, Landrat Wolf und an den Chorverbandsvorsitzenden Kuhn. Im Laufe der kommenden Woche, so Lövesz, werden alle Kuchener Haushalte mit einer Festschrift ebenfalls versorgt.

Uwe Lövesz überreichte die ersten Exemplare der Festschrift an Walter Kuhn, Edgar Wolff und Bernd Rößner

Passend zum Festakt war die musikalische Umrahmung des Abends. Das Salonorchester aus Geislingen spielte zur Einstimmung und zwischen den Redebeiträgen Ouvertüren, Operettenmelodien und schmissige Märsche aus dem 19. und 20 Jahrhundert. Beim abschießenden Festbankett gab es nicht nur kleine Häppchen, sondern musikalische Ohrwürmer der 20er und 70er Jahre. Und an der übergroßen Leinwand im Hintergrund wurden Bilder aus den vergangenen Vereinsjahren gezeigt.

Festschrift zum 150-jährigem Jubiläum