• Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Die Jungen Tenöre

Bericht zum Konzert in der Geislinger Zeitung am 03.11.2011 von Michael Fischer

Zum Dahinschmelzen

Die Jungen Tenöre begeistern gut 1000 Zuhörer in Kuchen

Als Abschluss der Festlichkeiten des Gesangvereins Frohsinn Kuchen in ihrem 150. Jubiläumsjahr, hatten die Mitglieder des Vereins "Die Jungen Tenöre" engagiert. Das Konzert lockte 1000 Zuhörer nach Kuchen.

Kuchen. Herzschmerz pur, verpackt in weltbekannte Melodien, umrahmt von deutschen Texten. Sie kamen, sangen und siegten in Kuchen: Die Jungen Tenöre wussten am vergangenen Samstag genau, wie sie ihr Publikum von Anfang an überzeugen konnten. In der mit knapp über 1000 Besuchern besetzten Ankenhalle machten die drei Vollblutmusiker Hans Hitzeroth, Ilja Martin und Hubert Schmid mit ihren drei Begleitmusikern schnell klar, dass klassische Musik alles andere als verstaubt daherkommen muss. Und sie waren nicht die gestelzten Sängertypen, die stocksteif auf dem Podium stehen und mit ernsten Gesichtern ins Publikum blickten.

In festlicher Kleidung, mit voluminösen Stimmen und einem heiteren Miteinander präsentierten sich die drei Künstler professionell, ihre Stimmen waren makellos. Die Bandbreite der Lieder reicht dabei von der Klassik über die Operette, Pop und Rock. Auch verstehen sie etwas vom Showgeschäft. Kein Wunder, sind die Jungen Tenöre schon lange in der Branche tätig, unzählige Live- und Fernsehauftritte, haben dabei die großen Bühnen dieser Welt gesehen und touren durch Städte wie München, Leipzig oder Dresden. Der Gesangverein Frohsinn hat ermöglicht, dass die Zuschauer dies als Abschlussveranstaltung zu den 150-Jahr-Festlichkeiten des Vereins auch im "kleinen" Kuchen erleben konnten.

Mal zeigte sich Hans Hitzeroth als überschwänglicher Rhetoriker, Hubert Schmid tanzte aus der Reihe und Ilja Martin der jüngste unter den "Jungen" überzeugte mit einer enormen Stimmgewalt. Da kann es auch mal vorkommen, dass er wild auf der Bühne herumflitzt, den Elvis gibt und ihn in einem Medley besingt.

Die drei sangen viele Stücke aus ihrem aktuellen Album "Pop Classic" und weitere Lieder zum Dahinschmelzen, in denen immer wieder die Romantik im Vordergrund stand, folgten. Bei der Zugabe wurde es dann nostalgisch: Es folgte "Mein letztes Lied" - "All by myself". Schluss, lang anhaltende Beifallsstürme, Standing Ovations. Die Jungen Tenöre hatten es drauf. Es hätte die ganze Nacht so weitergehen können.

In den zwei qualitativ hochwertigen Konzertstunden, die sie immer wieder mit kabarettistischen und schauspielerischen Einlagen würzten machten sie den Abend für die Zuschauer unvergesslich und es gelang den Sängern, wie es sich für Tenöre gehört, sich in die Herzen des Publikums zu singen. In Kuchen durfte man den berühmten Künstlern ganz nah sein. Das dies wirklich so war, das bewiesen sie dann beim Schreiben der Autogramme: Sie waren für jeden Scherz zu haben, machten jeden Spaß mit.

Begeisterten am Samstag mit Stimme, Romantik und Können in Kuchen: Die Jungen Tenöre Hans Hitzeroth, Hubert Schmid und Ilja Martin (von links).

Die Jungen Tenöre, in Kuchen durfte man den berühmten Künstlern ganz nah sein.